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Ressourcen, Lösungen & Respekt: Systemische Ansätze in
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Aktuelles
Masterstudiengang Systemische Sozialarbeit
Der Beginn des nächsten Masterstudiengang Systemische Sozialarbeit an der Hochschule Merseburg steht noch nicht fest, wird jedoch nicht vor Herbst 2012 sein. Nähere Informationen finden Sie unter www.sysoma.de
LOTSE – Beschwerde- und Vermittlungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Halle
In Halle gibt es eine Beschwerdestelle für den Bereich der Jugendhilfe. Weitere Informationen unter www.lotse-halle.de
Soziale Arbeit als die Königsdisziplin im psychosozialen Berufsfeld
Wie die Zehnkämpfer in der Leichtathletik haben SozialarbeiterInnen in vielen unterschiedlichen Disziplinen studiert und beherrschen die unterschiedlichsten Handlungsarten. Sie sind die Schnittstelle zwischen Klienten und den unterschiedlichsten Professionen, sie kennen sich aus und vermitteln zwischen Klienten und Profis. Sie haben einen verantwortungsvollen Beruf, in dem sie tagtäglich eine Vielzahl von kleinen und großen Entscheidungen treffen, die für viele Menschen häufig weitreichende Folgen für haben. (Siehe u.a. auch „Was ist Soziale Arbeit?“ Toncollage.)
Reden wir über Geld!
Ein Thema, das immer wieder aufkommt, und bei dem viele KollegInnen relativ schnell ins Klagen kommen: SozialarbeiterInnen könnten/sollten/müssten mehr verdienen – aber dazu ist es notwendig, dass wir darüber sprechen: was wir machen, was wir können, was wir verdienen – und was wir eigentlich verdient hätten. Aus diesem Grund möchte ich uns alle auffordern: Reden wir über Geld – darüber, was wir selbst verdienen, was andere verdienen. Vergleichen wir die Gehälter und Einkommen. “Soziale Arbeit ist MehrWert!” war 2009 ein Slogan von ver.di – das gilt immer noch.
Ich erhalte immer wieder Stellenausschreibungen für SozialarbeiterInnen, die überaus schlecht dotiert sind (teilweise mit einem Gehalt von unter 1.800 Euro brutto monatlich). Im Vergleich dazu: beim öffentlichen Dienst liegt das Einstiegsgehalt für SozialarbeiterInnen bei mind. 2.400 Euro brutto. Dass es bei Freien Träger weniger gibt, nehmen die Träger, aber auch wir ganz selbstverständlich hin, ohne dies in Frage zu stellen oder uns gar dagegen zu wehren.
Das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern hat entschieden, dass eine Klausel, wonach der Arbeitnehmer verpflichtet ist, über seine Arbeitsvergütung auch gegenüber Arbeitskollegen Verschwiegenheit zu bewahren, ist unwirksam ist, da sie den Arbeitnehmer daran hindert, Verstöße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz im Rahmen der Lohngestaltung gegenüber dem Arbeitgeber erfolgreich geltend zu machen. Darüber hinaus verstößt sie gegen Art. 9 Abs. 3 GG. (Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern 2. Kammer, Urteil vom 21.10.2009, 2 Sa 237/09)
Fangen wir an und reden (mehr) über Geld! Informieren wir uns darüber, was andere verdienen, in der gleichen Einrichtung, im Freundeskreis, in der Öffentlichkeit. Fragen wir bei Bewerbungsgesprächen ganz ungeniert nach der Bezahlung. Und verhandeln – auch dort, wo es scheinbar nichts zu verhandeln gibt. Irgendwann wollen wir doch mal anfangen, etwas zu ändern. Wieso nicht jetzt! Denn: Wir ändern nur etwas, wenn wir etwas tun – das gilt für unsere KlientInnen ebenso wie für uns.
Systemisch heißt für mich:
Wir können uns manchmal daran erinnern, dass sich alles auch ganz anders betrachten lässt, als man zunächst glaubt: “Es gibt immer mindestens sieben Möglichkeiten!”
Was wir als scheinbar wahr erleben, können wir als unsere Konstruktion begreifen – und verändern. Wenn das, was wir als Wirklichkeit erleben, als unsere “Erfindung” (Heinz von Foerster) verstehen, sind wir auch dafür verantwortlich, was wir erfinden. Das ist eine große Chance.
In Beratung, Supervision, Lehre und Fortbildung geht es für mich darum, neue Perspektiven zu entwickeln, um auf scheinbar Vertrautes neu blicken zu können und so die Chancen für Veränderungen zu erhöhen.
(Zur Frage, was “systemisch” noch bedeuten kann, siehe z.B. auch „Stich-Wort: Was ist systemisch?“)


